DeafJournal Article 2024
DeafJournal Article 2024
Volume 1 - Issue 1 - May 2024 - Pages 1-22
http://dx.doi.org/10.13140/RG.2.2.12325.31207
Gibt es eine DeafWissenschaft?
by Sieprath, H., Staudt, B. Fenkart, L. & Karar, E.
Original: German Sign Language
Cite:
Sieprath, H., Staudt, B., Fenkart, L. & Karar, E. (2024). Gibt es eine DeafWissenschaft? In: Das Zeichen, 122, Special.
Keywords: DeafScience
In diesem Video-Artikel wird die Frage gestellt, ob es eine spezifische DeafWissenschaft gibt. Dabei geht es nicht nur um inhaltliche Themen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Gehörlosenkultur, der Gehörlosengemeinschaft, der Gehörlosenbildung, der Gebärdensprache und anderen Themen befassten, die für Gehörlose relevant sind, sondern auch um Wissenschaftsmethoden, d.h. um grundlegende Herangehensweisen, um Erkenntnisse zu gewinnen, Hypothesen zu testen und neue Erkenntnisse zu generieren. Gehörlose Wissenschaftler*innen nähern sich dabei einem Forschungsfeld vornehmlich induktiv, indem sie aus spezifischen Beobachtungen oder Experimenten allgemeine Aussagen oder Theorien generieren. Dabei versuchen sie, sich von den Vorgaben der klassischen hörenden Wissenschaft loszulösen, indem sie genuin gebärdensprachlich diskutieren, den Raum für Beschreibungen und Darstellungen nutzen und sich von visuell-räumlichen Metaphern inspirieren lassen.
In diesem Video-Artikel wird die Frage gestellt, ob es eine spezifische DeafWissenschaft gibt. Dabei geht es nicht nur um inhaltliche Themen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Gehörlosenkultur, der Gehörlosengemeinschaft, der Gehörlosenbildung, der Gebärdensprache und anderen Themen befassten, die für Gehörlose relevant sind, sondern auch um Wissenschaftsmethoden, d.h. um grundlegende Herangehensweisen, um Erkenntnisse zu gewinnen, Hypothesen zu testen und neue Erkenntnisse zu generieren. Gehörlose Wissenschaftler*innen nähern sich dabei einem Forschungsfeld vornehmlich induktiv, indem sie aus spezifischen Beobachtungen oder Experimenten allgemeine Aussagen oder Theorien generieren. Dabei versuchen sie, sich von den Vorgaben der klassischen hörenden Wissenschaft loszulösen, indem sie genuin gebärdensprachlich diskutieren, den Raum für Beschreibungen und Darstellungen nutzen und sich von visuell-räumlichen Metaphern inspirieren lassen.
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