Volume 1 (2024) · Article 1-1 · German Sign Language (DGS) version · secondary publication
Volume 1 (2024) · Article 1-1 · German Sign Language (DGS) version · secondary publication
Sieprath, H., Staudt, B. Fenkart, L. & Karar, E. (2024)
This video is a secondary publication. The original version was published in Das Zeichen.
Die zentrale Fragestellung des Videotextes ist, inwiefern eine „Deaf Wissenschaft“ – also eine durch gehörlose Wissenschaftlerinnen geprägte wissenschaftliche Praxis – möglich ist und ob gehörlose Forschende in diesem Kontext aktiv und erfolgreich agieren können. Zwar hat sich der Zugang gehörloser Personen zu Bildungsinstitutionen und Universitäten in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, doch bleibt die akademische Welt weiterhin stark von hörenden Akteurinnen dominiert. Daraus resultieren für gehörlose Forschende vielfältige Herausforderungen: Neben dem Ringen um fachliche und institutionelle Anerkennung sehen sie sich insbesondere mit kommunikativen und sprachlichen Barrieren konfrontiert. Hinzu kommt, dass wissenschaftliche Diskurse primär schriftsprachlich – und in hohem Maße englischsprachig – organisiert sind, was zusätzliche Hürden schafft. Vor diesem Hintergrund untersucht das Video, wie wissenschaftliche Leitung (DeafLead) in Gebärdensprache durch eine gehörlose Person realisiert werden kann und inwieweit gleichberechtigte Kooperationsformen zwischen gehörlosen und hörenden Forschenden möglich sind.
Sieprath, H., Staudt, B. Fenkart, L. & Karar, E. (2024). Gibt es eine Deaf Wissenschaft? Das Zeichen, 122, Special, 7.
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